FC Schüttorf erhält zwei neue Kabinen
Der FC Schüttorf hatte schon lange beklagt, dass angesichts der vielen Männer- und Frauenmannschaften im Verein die Zahl der Umkleidekabinen nicht ausreicht. Jetzt hat die Stadt reagiert: Der Verwaltungsausschuss (VA) beschloss, den Bau von zwei neuen Kabinen, die etwa 154000 Euro kosten werden, zu bezuschussen.
Unter dem Tagesordnungspunkt Bekanntgabe amtlicher Mitteilungen und Berichte über wichtige Angelegenheiten der Stadt Schüttorf hatte Bürgermeister Manfred Windhaus in der letzten Ratssitzung mitgeteilt, dass die Stadt Schüttorf 32,8 Prozent (oder maximal 50500 Euro) der Kosten in Höhe von 154000 Euro übernehmen werde, die der FC Schüttorf 09 geltend gemacht hat. „Das zeigt, welch großer Stellenwert der Sport in unserer Stadt genießt“, betonte der Verwaltungschef. Angesichts der vielen Mannschaften von der Jugend bis zu den Senioren hatte der Verein auf zunehmende Engpässe hingewiesen. Der Verein muss allein 31 Knaben- und Mädchenmannschaften unterbringen, sagte Windhaus als Begründung im Rat. Das sei organisatorisch ziemlich schwierig. Deshalb war die Entscheidung im VA auch politisch unumstritten. Zumal der FC Schüttorf 09 nach Abzug der Zuschüsse vom Kreis und vom Kreissportbund einen etwa ebenso hohen Anteil wie die Stadt stemmen muss.
Der Samtgemeindeausschuss hat nach Auskunft von Windhaus zusätzliche Planungskosten in Höhe von knapp 90000 Euro bewilligt für Maßnahmen: Er nannte dabei die Entwicklung des Gewerbegebietes am Schüttorfer Kreuz, die Bebauung des ehemaligen Stemmann-Geländes und an der evangelisch-reformierten Kirche. Nach Verabschiedung der Flächennutzungspläne kostet allein die Aufstellung des Bebauungsplanes für die Erschließung der letzten 14 Hektar im Gewerbegebiet 60000 Euro. „Dieser Schritt ist nötig, weil es dafür konkrete Anfragen gibt“, teilte Manfred Windhaus auf GN-Anfrage mit.
Der Bürgermeister berichtete zudem, dass der Landkreis die Haushaltssatzung für 2011 genehmigt habe. Das Schreiben vom 25. Mai enthalte allerdings einen wichtigen Hinweis. „Die Stadt Schüttorf ist nicht in der Lage, die laufenden Ausgaben zu decken und muss die Haushaltsstruktur verbessern“, zitierte Windhaus aus dem Brief des Landkreises. Als positiv habe der Kreis als Kommunalaufsicht allerdings gewertet, dass man 2011 auf die Aufnahme von Krediten verzichtet habe. Stattdessen kann sich die Stadt sogar um 163000 Euro entschulden. Auf Grund der schon Mitte des Jahres weit höheren Steuereinnahmen soll sogar der Fehlbetrag aus dem Jahr 2010 in Höhe von 314000 Euro schon in diesem Jahr ausgeglichen werden. Dafür willl der alte Rat Anfang September noch vor der Kommunalwahl einen Nachtragshaushalt verabschieden. Diese „erfreulichen Schritte“ seien möglich, weil die zunächst angenommenen Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 4,1 Millionen Euro nach Auskunft der Verwaltung bei weitem überschritten worden sind. „Das zeigt, dass wir relativ unbeschadet durch die Krise gekommen sind“, so Windhaus. Auch die Samtgemeinde könne sich 2011 um 477000 Euro entschulden.
Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 13.07.2011
Text: Detlef Kuhn
Themen dieser Meldung: Kabinen, FC Schüttorf 09