Die Kirchschule bleibt erhalten

artikel1 bild3 180x300 Die Kirchschule bleibt erhaltenEin Thema beherrschte immer wieder die Diskussion der politischen Gremien in den letzten fünf Jahren. Was wird aus der Kirchschule?

Sprachen sich noch vor den letzten Kommunalwahlen alle politischen Parteien in ihren Wahlprogrammen für den Erhalt und die Umnutzung des historischen Gebäudes aus, rückte die SPD nach den Wahlen aus heute immer noch nicht nachvollziehbaren Gründen von dieser kommunalpolitischen Kernaussage ihres Programms ab. „ Abriss statt Umnutzung“ hörte man plötzlich nun nur noch aus dem Kreise der Schüttorfer Genossen, dies allerdings teilweise wohl nicht nur aus Überzeugung, sondern einem „Fraktionszwang“ geschuldet, wenn man dem einen oder anderen Unterton Glauben schenken mag. Schlagworte wie „ Viel zu teuer“, „marodes Gebäude“, „keine sinnvolle Nutzung denkbar“ usw. wurden wider besseres Wissen ständig bemüht, ohne jedoch nur einen sinnvollen eigenen Vorschlag zu machen.

Die CDU hat sich indessen gemeinsam mit den Gruppenpartnern Bündnis90-DIE GRÜNEN und FDP bemüht, eine auch den Wünschen der Bevölkerung (Mehr als 75 % hatten sich anlässlich einer durch ein unabhängiges Institut durchgeführten repräsentativen Befragung für den Erhalt und gegen einen Abriss ausgesprochen) entsprechende Lösung zu erarbeiten. Eine Vielzahl von Institutionen wird zukünftig in die Kirchschule einziehen und damit auch wieder neues urbanes Leben in unsere Stadtmitte bringen. Pluspunktbüro, Samtgemeindebücherei, Heimatverein, Schulmuseum, Musikakademie usw. finden sich bald gemeinsam unter einem Dach mitten in der Stadt. Den Investitionen von ca. 1,2 Millionen Euro stehen Einnahmen und Einsparungen in nahezu gleicher Höhe entgegen. Allein ca. 300.000 Euro können aus Mitteln der Stadtsanierung vereinnahmt werden. Der Verkauf des dringend sanierungsbedürftigen Bürgerhauses mit angrenzendem Grundstück wird ebenfalls eine erhebliche Einnahme darstellen. Darüber hinaus ersparen wir uns ansonsten anfallende Sanierungskosten in Höhe von mehreren hunderttausend Euro für die abgängigen Gebäude Bürgerhaus, jetziges Pluspunktbüro und Musikakademie an der Süsterstrasse.

Freuen wir uns also nach fast fünfjährigem Ringen auf einen spannenden Neubeginn in den alten ehrwürdigen Räumen des neuen „Bürgerzentrums  Kirchschule“. Wir sind überzeugt, dass wir mit diesem Konzept für unser Schüttorf einen nachhaltigen Mehrwert geschaffen haben, der mit Sicherheit von der Bevölkerung aber auch Gästen gerne angenommen wird.

 

Bürgerbote Juli 2011



Einen Kommentar schreiben