Ausschuss billigt Gestaltung des „Mevlana-Platzes“ in Schüttorf

Die geplante Gestaltung des künftigen „Mevlana-Platzes“ in Schüttorf ist am Montagabend im Planungs- und Umweltausschusses der Stadt auf breite Zustimmung gestoßen. Lediglich Friedbert Troll (Schüttorfer Liste) stimmten gegen den Entwurf, den die Verwaltung vorlegte.

Wie mehrfach berichtet, hatte der Verwaltungsausschuss der Stadt Schüttorf bereits vor einem Jahr beschlossen, die Grünfläche zwischen Vechte und Graf-Egbert-Straße „Mevlana-Platz“ zu nennen. Der Name erinnert an den persischen Mystiker Mevlana Celaleddin Rumi (1207-1273).

In Abstimmung mit dem türkischen Kulturverein, der auch den Namen vorgeschlagen hatte, soll der Platz nun neu gestaltet werden. Zentraler Bestandteil wird eine dreiteilige Stele aus türkischem Basalt. Das Umfeld hingegen wird mit Bentheimer Sandstein gestaltet, sodass Herkunft und neue Heimat der vielen Schüttorfer mit türkischen Wurzeln in einen direkten Bezug gesetzt werden.
„Komm / wer du auch seiest / auch wenn du deinen Eid tausendmal gebrochen hast / komm nur“: Dieses Mevlana-Zitat wird auf einer Seite der Stele stehen. Auf einer weiteren steht groß der neue Name des Platzes, auf der dritten finden sich Informationen zum Namensgeber.

„Verwaltung und türkischer Kulturverein haben sich sehr lange abgestimmt“, berichtete Bau- und Planungsamtsleiter Gerhard Busmann im Ausschuss. Letztlich habe man die Entscheidungen jedoch den türkischen Bürgern überlassen. Klar sei gewesen, dass Name und Gestaltung „nicht politisierend, nicht rassistisch“ sein dürften. Gerhard Busmann zeigte sich überzeugt: In Verbindung mit dem geplanten kunstwegen-Projekt „Raumsichten“ in unmittelbarer Nachbarschaft (die GN berichteten mehrfach) erhalte Schüttorf „eine sehr hochwertig gestaltete Ecke, die künftig mit Sicherheit von vielen Kunstinteressierten besucht wird“.

„Ich kann mit dem Ganzen überhaupt nicht anfangen“, kritisierte hingegen Friedbert Troll. Ihn interessiere vor allem: „Wer trägt die Kosten?“ Die etwa 8000 bis 10000 Euro übernehme die Stadt, antwortete Busmann. Das sei auch angemessen: „Wir gestalten den Platz schließlich für alle Bürger, nicht nur für die türkischen.“
Artikel der Grafschafter Nachrichten vom 30.03.2011
Text: Steffen Burkert

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